Paula Ludwig
Gedichte & Kurzvita

portrait

Aus ärmlichen Verhältnissen stammend, die ihr nur den Besuch der Volksschule ermöglichten, gelangte sie mit 18 Jahren in Münchner Maler- und Literatenkreise. Paula Ludwig arbeitete als Malermodell, als Schauspielerin und dichtete in einem sehr eigenen Stil, der expressionistische und symbolistische Elemente verband. Bereits 1920 erschien der 1. Gedichtband „Die selige Spur“. Ab 1923 lebte sie in Berlin als Malerin und freie Schriftstellerin. Es folgten die Gedichtbände: „Der himmlische Spiegel“, 1927 und „Dem dunklen Gott. Ein Jahresgedicht der Liebe“, 1932. Letzter entstand in der 1. Phase ihrer Liebesbeziehung zum Lyriker Iwan Goll, der mit „Chansons Malaises“ darauf antwortete

1934 ging Paula Ludwig zunächst nach Österreich ins Exil, nach dem ‚Anschluss’ 1938 nach Frankreich. Nach der Besetzung Frankreichs folgten als weitere Exilstationen: Portugal und Brasilien. 1956 kehrte sie nach Deutschland zurück, wo sie 1962 den Georg-Trakl-Preis erhielt. Von besonderem Interesse sind die 1935 veröffentlichten Traumtexte: „Traumlandschaften“; diese erweiterte sie durch Traumtexte aus dem Exil und aus der Zeit der Rückkehr (1962). Paula Ludwig gehört zu jenen „vergessenen“ Autorinnen und Autoren, die bedingt durch Drittes Reich und Exil in der Nachkriegszeit nicht den ihnen zustehenden literarischen Platz finden konnten.